Startseite Verlag
Band 1 Startseite
DER GÖTTLICHE CODE 1
Band 2 Startseite
DER GÖTTLICHE CODE 2
Band 3 Startseite
DER GÖTTLICHE CODE 3
Bestellinformationen
Band 1, 2 und 3
Lexikon: Erläuterung
spiritueller Begriffe
Kontakt
Impressum
AGBs -
Lieferung und Zahlung
und Disclaimer
Lexikon

Das Alte Testament

Die Hebräische Bibel oder im christlichen Sprachgebrauch das Alte Testament ist ein Text voller Sehnsucht - ein großartiger Text der Weltliteratur, der in eindrucksvoller Weise die Beziehung zwischen Gott und den Menschen beschreibt. Die Bedeutung der Bibel hängt nicht von historischen Beweisen einzelner Ereignisse oder Gestalten ab. Die biblische Saga bezieht ihre Kraft daraus, dass sie von zeitlosen Themen wie der Befreiung eines Volkes, seinem anhaltenden Widerstand gegen Unterdückung und seiner Suche nach sozialer Gleichheit erzählt. Sie drückt beredt das tief verwurzelte Gefühl gemeinsamer Herkunft, kollektiver Erfahrung und geteilten Schicksals aus, das jede menschliche Gemeinschaft zum Überleben braucht. Ihre Erzählungen sind der zeitlose Ausdruck dessen, was das göttliche Schicksal eines Volkes sein kann.

Das Alte Testament spricht von den Aufgaben, die Gott den Menschen stellte, und schildert die Geschichte der Menschen: ihre Hingabe, ihre Versprechungen, ihr Versagen und ihren Ungehorsam. Eine Geschichte, die von hellsichtigen Menschen empfangen und über Generationen mündlich weitergegeben wurde. Sie berichtet, wie Gott eine Gemeinschaft erwählte und ihr Verheißungen mitgiab. Diese Gemeinschaft empfand sich als Stellvertreterin der gesamten Menschheit, weil ihre geographischen Vorstellungen von der Ausdehnung der Erde sehr begrenzt waren. Mit dieser Erwählung wurde der Grundstein gelegt für das Wirken Christi in eben diesem Landstrich, in Palästina.

Die Menschen der erwählten Gemeinschaft verstanden sich stellvertretend für die gesamte Menschheit als Schuldige gegenüber Gott. Sie hatten angesichts seiner im Hinblick auf die luziferische Verschwörung gestellte Aufgabe versagt und waren immer wieder den luziferischen Versuchungen erlegen. Dieses Versagen empfanden sie als Sünde. Sie erkannten, dass Gott immer wieder Versuche unternahm, ihnen jenen Weg zu weisen, auf dem sie aus ihrer Verstrickung in die Versuchungen Luzifers herauskommen können. Gott machte durch hellsichtige Menschen seine Empfehlungen und Gebote und seinen Willen deutlich.

Die Gemeinschaft verstand Gottes Botschaften hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen und militärischen Gepflogenheiten als einen mehrmals erneuerten Bund Gottes mit den Menschen. Der erste Bund mit Adam, der Neuanfang mit Noah, dann noch einen Anfang in einem neuen Land mit Abraham, schließlich auf dem Sinai. Diese Berichte sind Ausdruck eines Bemühens oder Ringens um Wiedergutmachung gegenüber Gott.

Die Saga der zwölf Stämme, wie sie sich zu König Josias Zeiten zum ersten Mal herausbildete, wurde der erste vollständig ausformulierte Nations- und Gesellschaftsvertrag der Welt. Er bezog Männer, Frauen und Kinder, Reiche und Arme in die ganze Gemeinschaft ein. Dessen Grundlagen sind sichtbar im 5. Buch Moses, in dem viele uns heute selbstverständliche Begriffe angesprochen werden – zum Beispiel die Sozialgesetzgebung, die Freiheit der Sklaven, das Frauenrecht, das Erbrecht, unabhängige Richter, garantierter Grundbesitz und auch die Kontrolle des Königs durch Richter, Priester und Amtsleute. Der Codex Hammurapi aus dem 18. Jh. v.Chr. war Grundlage für fast alle Gesetzgeber im Nahen Osten.

Die Hoffnung auf eine zukünftige Erlösung wurde durch die Niederlagen gegen Assyrien und durch die Deportationen ins Land der Chaldäer geweckt und durch die Jahrhunderte weitergetragen, auch wenn die Erlösung nicht länger an die erloschene Dynastie Davids gebunden war. Denn nach der Rückkehr aus der babylonischen Gefangenschaft bestand die davidsche Dynastie nicht mehr, die Priesterschaft trat an die Stelle des Königs. Das war einer der entscheidenden Wendepunkte in der jüdischen Geschichte.

Man wird der Absicht der Bibel aber nicht gerecht, wenn man ihre kraftvollen literarischen Leistungen wörtlich nehmen will. Das wird besonders deutlich an folgenden Beispielen.

1. Die Schöpfungsgeschichte entstand im 6. Jahrhundert v.Chr. im babylonischen Exil, das stark am Selbstbewusstsein der Deportierten nagte. Das Schöpfungsgedicht greift diese Situation auf. Es setzt mit dunkler Finsternis ein, mit der Erfahrung von Wüste und Tod. Ihnen stellt das Schöpfungslied die erste und wichtigste Schöpfungstat Gottes entgegen: Das Licht, das insgesamt für Leben steht. Mehr noch: Die Schöpfungserzählung, diese große Ouvertüre der Bibel, wird in einem durchkomponierten, gegliederten Aufbau erzählt. Dieser zeigt, welche Ordnung Gott der Welt gegeben hat. Eine Ordnung, die gegen das Chaos von Krieg, Exil und Verschleppung gesetzt wird.

2. Der Sündenfall ist eine sehr vereinfachte Darstellung. Durch die luziferische Versuchung fielen die Menschen angeblich aus der Einheit mit Gott, sie lebten fortan im Bewusstsein der Trennung, im Bewusstsein der Gegensätze, der Dualität. Das Gegensatzpaar “Gut und Böse” ist nur ein Beispiel der Dualität, aber es hat sich als Synonym für die Trennung von Gott als Sünde schlechthin verselbständigt, weil das Verständnis für den tieferen Zusammenhang verloren ging. An sich ist die Fähigkeit, Gut und Böse unterscheiden, das heißt ihr Wesen erkennen zu können, ein wichtiger Schritt in der Menschheitsentwicklung.

3. Der Bericht über die Erzväter (Abraham und seine Nachkommen) bezieht seine emotionale Kraft aus der Tatsache, dass er von tiefen menschlichen Kämpfen zwischen Vätern und Müttern, Töchtern und Söhnen erzählt. Er ist eine typische Familensaga mit all ihrer Freude, Trauer, Liebe, Hass, Betrug, List, Hunger und Wohlstand. Die Familienbeschreibungen der Erzväter sind Metaphern für Stammesbeziehungen, die im 8. und 7. Jahrhundert in einen einzigen Stammbaum zusammengefasst wurden, um eine gemeinsame Geschichte zu ergeben.

4. Seit den frühesten Aufzeichungen im gesamten Altertum lockt Ägypten die Menschen Kanaans als Ort der Zuflucht und Sicherheit, wann immer Dürre, Hungersnot oder Krieg das Leben unerträglich machten. In der Mittleren Bronzezeit wanderten allmählich kanaanäische Stämme (Hyksos) ins Ostdelta ein. In der Mitte des 16. Jahrhunderts wurden sie gewaltsam vom ägyptischen Pharao Ahmose vertrieben. Diese Hinweise lassen darauf schließen, dass der Exodus-Text erst zur Zeit der 26. Dynastie in der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts und der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts seine endgültige Form erhielt.

5. Die neuesten archäologischen Forschungen (siehe Literaturangaben) ergaben, dass das Volk Israel niemals in ägyptischer Gefangenschaft war und nicht von Moses nach Kanaan zurückgeführt wurde. Isa Denison erinnert sich jedoch an ihre Inkarnation als Neffe von Moses und den Aufenthalt der Großfamilie auf Sinai. In Band 2 wird sie darüber berichten, wer Moses war, woher er kam, was nach Aussagen der göttlichen Quelle wirklich auf dem Berg Sinai geschah und was Moses dort von Gott erhielt.

6. Über die Besiedlung Kanaans durch die Israeliten gibt es offenkundig eine Diskrepanz zwischen biblischen Berichten, achäologischen Funden und ägyptischen Aufzeichungen. Innere Ungereimtheiten der biblischen Darstellungen offenbaren mindestens zwei verschiedene, sich gegenseitig ausschließende Fassungen der Einnahme Kanaans. Das Buch Josua kann als komplexe Sammlung von Sagen, Heldengeschichten und lokalen Mythen aus verschiedenen Teilen des Landes betrachtet werden. Etwa im 7. Jahrhundert wurden diese einzelnen Geschichten gesammelt und zu einem einzigen Feldzug eines großen, mythischen Befehlshabers der Eroberung zusammengefasst. Diese Sammlung ist ein wichtiger Schritt zur Schaffung einer pan-israelitischen Identität, aber kein realer Eroberungsbericht.

7. Seit der Entdeckung des Steines von Tell Dan im Jahre 1993 n.Chr. stellt sich nicht mehr die Frage nach der bloßen Existenz von David und Salomo. Es gibt aber viele Gründe, Umfang und Pracht ihres Reiches in Frage zu stellen. Jahrzehntelange archäologische Grabungen ergaben, dass Juda im 10. Jahrhundert sehr dünn von Hirten besiedelt war. Intensiver Ackerbau war aufgrund der ungünstigen geologischen und klimatischen Verhältnisse nicht möglich. Einem Stammesführer David fehlten die wirtschaftlichen Resourcen, die Organisation und die Soldaten, um weitreichende Eroberungen durchführen zu können.

Jerusalem war im 10. Jahrhundert v.Chr. in seinem Umfang sehr begrenzt, vielleicht war es nicht mehr als ein typisches Bergdorf. Es fehlen nicht nur jegliche Anzeichen einer monumentalen Architektur, auch einfache Tonscherben, die an anderen Orten für das 10. Jahrhundert typisch sind, fand man nicht, während eindrucksvolle Funde aus der mittleren Bronzezeit, also ca. 600 Jahre früher, und aus der späteren Eisenzeit zutage kamen. Es gab auch keine salomonischen Großbauten in anderen Teiles des Landes. Die jahrzehntelang als solche betrachteten Bauten waren um volle 100 Jahre zu früh datiert und stammen alle aus der Omridenzeit.

Die Berichte von Salomons sagenhaftem Reichtum (... es gab in Jerusalem soviel Silber wie Steine... 1. Kön. 10,27), seinem Harem (700 Hauptfrauen und 300 Nebenfrauen..... 1. Kön. 11,3), den Opferungen bei der Tempeleinweihung (22 000 Rinder, 120 000 Schafe in 7 Tagen geopfert, also alle 2 Sekunden ein Tier ...1. Kön. 8,62-65) sind zu übertriebene Details, als dass sie wahr sein könnten. Weder David noch Salomo werden trotz des vorgeblichen Reichtums in keinem einzigen bekannten ägyptischen oder mesopotamischen Text erwähnt.

•••

Die Interpretation der Bibel gleicht einer Gratwanderung. Einerseits ist sie Weltliteratur mit großartigen Bildern aus dem menschlichen Zusammenleben und wichtigen Einsichten in die Beziehung zu Gott. Andererseits soll sie bis ins Einzelne Gottes Wort sein. Die Entscheidung für das Eine oder Andere muss jeder Leser selbst treffen. Eine Hilfe hierbei kann das Buch “DER GÖTTLICHE CODE” sein, in dem ebenfalls die Beziehung zwischen Gott und den Menschen beschrieben wird, in dem Gott zu Wort kommt, und das eine Reihe praktikabler Empfehlungen enthält, wie Menschen wieder zu Gott gelangen. In eigenen Kapiteln geht die Autorin auf wichtige Vorgänge ein, wie den "Sündenfall" in Kapitel 7 oder die Bedeutung der Urväter (Adam, Seth, Enosch bis Noah) in Kapitel 8.

Eine weitere Hilfe zum Verständnis der Menschheitsentwicklung und der Beziehung zu Gott besteht im entschlüsselten Runencode. Jeder Menschheitsepoche ist eine Rune zugeordnet, deren Charakter die Epoche aus geistiger Sicht erläutert.

•••

Dieser Artikel ist aus vielen Quellen zusammengestellt , die wichtigste ist das Buch “Keine Posaunen vor Jericho” von Israel Finkelstein und Neil A. Silbermann.

Daraus ist auch die nachfolgende, gekürzte Zeittafel entnommen:
1) Archäologische Epochen
alle Zeitangaben vor Chr.
Frühbronzezeit 3500 - 2200
Zwischenzeit 2200 - 2000
Mittlere Bronzezeit 2000 - 1550
Spätbronzezeit 1550 - 1150
Eisenzeit I 1150 - 950
Babylonische Zeit 586 - 538
Persische Zeit 538 - 333
2) Chronologie der Könige
a) des vereinten, sagenhaften Reiches
Saul ca 1025 - 1005
David ca 1005 - 970
Salomo ca 970 - 931
b) gekürzte Königsfolge in Juda – das Südreich
Hiskia 727 – 698
Manasse 698 – 642
Amon 641 - 640
Josia 639 – 609
Zedekia 596 - 586
Jesaia 740 - 690
c) Israel – das Nordreich
Das Omridengeschlecht 884 – 851
Jerobeam II 788 - 747
Hosea 732 - 724
Belagerung Jerusalems durch den assyrischen König Sanherib 701
Zerstörung von Samaria, Hauptstadt von Israel, durch den assyrischen König Sargon II und Aussiedlung von ca 40.000 Menschen an verschiedene Orte im assyrischen Reich 722
Zerstörung von Jerusalem, Hauptstadt von Juda, durch den chaldäischen König Nebukadnezar II., Deportation der Führungsschicht nach Babylon 586
Rückkehr aus dem baylonischen Exil durch Erlass des persischen Königs Kyros ab 538

zurück zur Übersichtsseite Lexikon
© ODISIS-VERLAG 2016